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Arbeit ist Arbeit | Juli 2011

 

 

Die Geschäftsführung der Anton Paar GmbH erzählt ein Best-Practice-Beispiel und fordert die rechtliche Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten und einen zeitgemäßen und einheitlichen Arbeitnehmerbegriff, denn: Arbeit ist Arbeit!

 

Das Unternehmen Anton Paar spricht sich bei einem Pressegepräch am 27. Juli gegen eine Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten sowie gegen prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse aus.

 

Friedrich Santner, Geschäftsführer der Anton Paar GmbH: „Es ist Zeit, Arbeiter und Angestellte rechtlich gleich zu stellen und sich über einen einheitlichen, modernen Arbeitnehmerbegriff zu verständigen. Jede Arbeit ist gleich viel wert – unabhängig davon, ob sie geistig erdacht oder körperlich erbracht wird.“

 

Für das Unternehmen Anton Paar ist es wichtig, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, der die jeweilige Arbeit verrichtet. Jede Arbeit leistet einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens.

 

2002 stellte das Hightec Unternehmen Anton Paar, das hochpräzise Messgeräte für Labors und die Qualitätskontrolle in der Produktion herstellt, um: Die heute rund 750 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Anton Paar GmbH in Graz finden alle ihre rechtliche Basis im Angestelltenkollektivvertrag. 2006 wurde MSB Morocutti übernommen und das Tochterunternehmen Anton Paar ShapeTec in der Nähe von Graz (Wundschuh) gegründet. Im Blechbearbeitungsunternehmen sind rund 100 Personen beschäftigt. Neuanstellungen seit 2006 wurden alle im Angestelltenverhältnis vorgenommen. Als ‚Erbe“ gab es bis vor kurzem noch 22 Mitarbeiter, die nach dem Arbeiterkollektivvertrag entlohnt wurden. Ihnen wurde angeboten, in das Angestelltenverhältnis zu wechseln. Nach ausführlichen Erkundigungen bei der Arbeiterkammer nahmen alle das Angebot an. „Es ist eine Wertschätzung der Arbeit und der Person“, so ein Mitarbeiter.

 

100 % der Neuangestellten in der Anton Paar GmbH und in der Anton Paar ShapeTec GmbH nehmen die Einstufung und Beurteilung nach dem Kollektivvertrag für Angestellte positiv auf und gerne an.

 

Die Trennung der beiden Arbeitswelten in "hohe geistige" und "niedrige körperliche" sei schlicht nicht mehr zeitgemäß, so Santner. Am Beispiel des Unternehmens Anton Paar müsste man als Bediener der hochtechnologischen Stanz- oder Lasermaschinen über mehr Sachwissen, komplexe Denkprozesse und geistige Flexibilität verfügen als so manche Bürokraft. Innerhalb des neu zu definierenden "neutralen und zeitgemäßen Arbeitnehmerbegriffs" ist beispielsweise eine Differenzierung der Kollektivverträge je nach Branche und Art der Arbeit möglich, um flexibel zu bleiben. Die „Zwei- oder Mehrklassengesellschaft“ und die unterschiedliche Bewertung von Arbeit und damit von Menschen kann und soll aber durch eine einheitliche Begrifflichkeit ein Ende finden. Das Unternehmen Anton Paar zeigt es vor und die Belegschaft ist mehr als zufrieden damit. 

 

Mehr Informationen und ein Video mit Interviews von Mitarbeitern finden Sie hier.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an

Sonja Hiebler
Corporate Communications Manager
Tel: +43 (0)316 257-6090
email: sonja.hiebler[at]anton-paar.com

 

Unternehmensinformation

 

Die Anton Paar GmbH wurde 1922 als Ein-Mann-Schlosserei in Graz gegründet. Heute ist sie ein weltweit agierendes Hightech-Unternehmen. Die Liebe zur Forschung und der hohe Anspruch an Qualität in der Präzisionsfertigung machen das Unternehmen Anton Paar zu einem Weltmarktführer auf seinem Gebiet.

Über 1300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sorgen am Hauptfirmensitz in Graz und den vierzehn Tochterfirmen weltweit dafür, dass Anton-Paar-Produkte, -Support und -Service ihrem guten Ruf gerecht werden. 720 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind allein in den Headquarters in Graz Straßgang beschäftigt. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen werden hochwertige Mess- und Analysegeräte für Labor und Produktion entwickelt und gefertigt. Der Großteil der Entwicklung und Produktion findet in Graz statt. Innovation ist dabei essenziell: Rund ein Fünftel des Umsatzes werden jährlich in Forschung und Entwicklung investiert. Bei 140 Millionen Euro Konzernumsatz im Jahr 2010 betrug die Exportquote der Anton Paar GmbH 97 %.

Anton-Paar-Kunden kommen aus der Softdrinkindustrie, finden sich unter den Wein-/Bier-/Spirituosenherstellern und in der Food-Industry. Weitere Felder sind u.a. die Kosmetik-, die Öl- und die Pharmaindustrie. In zahlreichen Produktionsstätten und Forschungs-einrichtungen weltweit werden die präzisen Anton Paar Instrumente für die Qualitätskontrolle und -überprüfung der Produktion sowie für Forschung und Entwicklung herangezogen.

Eigentümer der Anton Paar GmbH ist die gemeinnützige Santner Privatstiftung. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

2006 wurde das Blechbearbeitunsunternehmen MSB Morocutti in die Anton Paar Konzerngruppe übernommen. Die Kompetenzen von Anton Paar in der Präzisionsmechanik und jene von MSB Morocutti in der Blechbearbeitung wurden im Tochterunternehmen Anton Paar ShapeTec GmbH konzentriert. Mittlerweile arbeiten nahezu 100 Personen bei Anton Paar ShapeTec. Sie sind für qualitätsvolle Zulieferleistungen und Präzisions-Blech-bearbeitung in der modernen Produktionsstätte in Wundschuh zuständing. 

 

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